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Die Geisterstadt am Strand
Es gibt Orte auf der Welt, die man gesehen haben muss, um die Tragödie eines Konflikts zu begreifen – Varosha in Famagusta ist einer davon. Einst das glamouröseste Strandresort des östlichen Mittelmeerraums – Brigitte Bardot, Elizabeth Taylor und Richard Burton zählten zu den Stammgästen – steht Varosha seit der türkischen Invasion 1974 leer. Eine komplette Küstenstadt mit Hotels, Geschäften und Wohnhäusern, abgeriegelt hinter Stacheldraht und Militärposten, verfallend seit über 50 Jahren. Die Natur hat begonnen, sich die Stadt zurückzuholen – Bäume wachsen durch Hoteldächer, Schildkröten nisten am menschenleeren Strand, und die Stille ist ohrenbetäubend.
Die Geschichte
Vor 1974 war Varosha ein Stadtteil von Famagusta mit 39.000 Einwohnern – hauptsächlich griechische Zyprioten. Die Hotels an der Goldenen Küste waren weltberühmt, der Tourismus boomte. Am 14. August 1974, während der zweiten Phase der türkischen Invasion, flohen die Bewohner in Panik – viele ließen alles zurück: Geschirr auf dem Tisch, Wäsche auf der Leine, Autos in der Garage. Die türkische Armee riegelte das Gebiet ab. Die Bewohner durften nie zurückkehren. Die UN-Resolution 3212 forderte die Rückgabe von Varosha – bis heute nicht umgesetzt.
2020 öffnete die türkisch-zypriotische Verwaltung einseitig einen kleinen Teil von Varosha – ein politisch hochumstrittener Schritt, der von der Republik Zypern, der EU und der UNO verurteilt wurde. Teile des Strandabschnitts sind seitdem begehbar – eine surreale Erfahrung zwischen verfallenden Hochhäusern und türkisblauem Meer.
Was uns am meisten geholfen hat: Die Geschichte Vor 1974 war Varosha ein Stadtteil von Famagusta mit 39.000 Einwohnern – hauptsächlich griechische Zyprioten.
– Paar aus Dortmund, seit 2024 in Limassol
Varosha heute besuchen
Der geöffnete Strandabschnitt ist von Famagusta aus zugänglich (über den Grenzübergang nach Nordzypern). Anfahrt: Über den Checkpoint Strovilia (bei Dhekelia) oder über Nikosia (Agios Dometios). Kfz-Versicherung am Checkpoint kaufen (20-35 €/3 Tage). Vor Ort: Ein schmaler Küstenstreifen ist geöffnet, dahinter die gesperrte Zone mit Militärpräsenz. Sie können am Strand entlanggehen und die verfallenden Hotels sehen – eine gespenstische Atmosphäre. Fotografieren: vom offenen Bereich erlaubt, aber nicht in die militärische Sperrzone hinein (Kameras können konfisziert werden).
Politische Sensibilität: Der Besuch von Varosha ist politisch aufgeladen. Die Republik Zypern betrachtet die Öffnung als Provokation und illegalen Akt. Manche griechische Zyprioten empfinden einen Besuch als Unterstützung der Besatzung. Andere argumentieren, dass das Sehen der Realität wichtig ist. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, aber seien Sie sensibel in Gesprächen darüber.
Famagusta jenseits von Varosha
Famagusta selbst (türkisch: Gazimağusa) ist eine faszinierende Stadt mit venezianischen Stadtmauern (begehbar, spektakulär), der Lala-Mustafa-Pasha-Moschee (ehemals gotische Kathedrale St. Nikolaus – atemberaubende Architekturmischung), dem Othello-Turm (Shakespeare soll hier die Handlung von Othello angesiedelt haben), und einem lebendigen Markt. Ein Tagesausflug nach Famagusta + Varosha + Salamis (antike Ruinenstadt, 8 km nördlich) ist einer der eindrücklichsten Ausflüge auf der gesamten Insel.
Famagusta
Themen: Die Geisterstadt am Strand, Die Geschichte, Varosha heute besuchen
CMC-Praxistipp
Einst das glamouröseste Strandresort des östlichen Mittelmeerraums – Brigitte Bardot, Elizabeth Taylor und Richard Burton zählten zu den Stammgästen – steht Varosha seit der türkischen Invasion 1974 leer.
Häufig gestellte Fragen
Ja – emotional und historisch einer der eindrücklichsten Orte auf Zypern. Kombinieren Sie mit Famagusta Altstadt und den Ruinen von Salamis für einen vollen Tag.
Ja – der geöffnete Bereich ist sicher und von Sicherheitskräften überwacht. Halten Sie sich an die markierten Wege. Betreten Sie keine gesperrten Zonen – das wird ernst genommen.
Über den Checkpoint Strovilia (bei Dhekelia/Larnaca, 1 Stunde) oder über Nikosia (Agios Dometios, 1,5 Stunden). Kfz-Versicherung am Checkpoint: 20-35 €. Im Norden: Beschilderung auf Türkisch und Englisch.
Gemischt. Manche empfinden es als wichtig, die Realität zu sehen. Andere finden es problematisch, die illegale Öffnung zu „unterstützen". Seien Sie sensibel und respektvoll wenn Sie darüber sprechen.
Unterstützung durch CMC
Wir bei CMC Certus Management Consultants sind für Sie da – nicht nur bei steuerlichen und rechtlichen Fragen, sondern auch bei allen praktischen Themen des täglichen Lebens auf Zypern. Unser Team in Larnaca und Pafos kennt die lokalen Gegebenheiten aus erster Hand.
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